Die Multikulti-Card-Träger 2014: Heinrich Staudinger

Posted on Jun 10, 2014 in News, Portraits | 0 comments

Heinrich Staudinger ist ein außergewöhnlicher österreichischer Unternehmer. Aufgewachsen in Schwanenstadt lernte Heinrich Staudinger in einer großen Familie in einem Kleinbetrieb schon früh, dass man auch mit einem kleinen Einkommen menschenwürdig auskommen kann. In der humanistischen Schule lernte er, dass auch geistiger Brennstoff zum Leben dazugehört. Auf der Suche nach diesem Brennstoff ist er seinganzes Leben lang gierig geblieben.

Nach einer Zeit des Studierens (Theologie, Publizistik, Politologie, Medizin) eröffnete Heinrich Staudinger schon bald das erste GEA Geschäft – ganz ohne Bank. 1983 kamen die Waldviertler auf Heinrich Staudinger zumit ihrem Plan, im Waldviertel eine Schuhwerkstatt zu gründen. In Heinrich Staudinger suchten sie einen Vertriebspartner, der die Waldviertler in den GEA Geschäften anbieten und hoffentlich verkaufen sollte. 1984 wurde die Waldviertler Schuhwerkstatt als selbstverwalteter Betrieb gegründet und Heinrich Staudinger wurde zum Mehrheitseigentümer. Nach wie vor sind die GEA Geschäfte Hauptvertriebspartner der Schuhwerkstatt und mittlerweile hat Heinrich Staudinger in Schrems auch eine Möbelwerkstatt gegründet; das Unternehmen GEA hat mittlerweile Filialen in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Im GEA-Verlag erscheint die Zeitschrift brennstoff mit einer Auflage von rund 1,5 Mio.

In seinem Unternehmen setzt er Aspekte der Regionalität und Nachhaltigkeit um, immer wieder macht Heinrich Staudinger mit unkonventionellen Ideen von sich reden. So gründete er Ende der 70er Jahre die Partei PUM „Partei für Umweltschutz und Menschlichkeit“, 6 Jahre lang war er als Gemeinderat für PUM im Schwanenstädter Gemeinderat tätig. Unter anderem stellte er 2005 Überlegungen zur Alternativwährung „Waldviertler“ an. Mit dem Kreditfall Staudinger wurde Heinrich Staudinger 2012 zur Saatsaffäre, von der österreichischen Finanzmarktaufsichtsbehörde eklagt nd verlor 2014 den Prozess. Die pointiert geführte Auflehnung gegen die Finanzmarktaufsicht hat Staudinger neben einer Umsatzsteigerung viele Namen eingetragen: Beppo Grillo, Robin Hood, rebellischer Schuster. Sein Engagement gilt neben der Regionalität und Nachhaltigkeit unter anderem auch der Besserstellung alleinerziehender Mütter.

Mit der Multikulti-Card wird er ausgezeichnet für sein Engagement in Tansania. 1972 unternahm Staudinger eine erste ausgedehnte Afrikareise, die Eindrücke in Tansania waren so prägend, dass Staudinger seither ein Krankenhaus unterstützt – mit bisher rund 1 Mio Euro Spendengeldern.

 

 

 Foto beigelegt.

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