Gespräch mit Mido Moursi, dem Betreiber des „Café Global“, über ägyptische Gerichte, deren zauberhaft klingende Namen einem beim Aussprechen bereits auf der Zunge zergehen und Couscous, das man bei ihm mit viel Liebe gekocht bekommt.
Ausgangssituation: Lena, Toni, Thomas und ich haben gerade ein Interview mit der Leiterin des AAI, Claudia Unger, gedreht. Während die Geräte abgebaut werden, bringt uns Claudia ein paar Stück Kuchen, der uns auf den ersten Blick absolut undefinierbar erscheint (mit Gries oder so, Rosinen, sehr weich, sehr süß und sehr gut). Sie stammen vom „Café Global“, das im AAI untergebracht ist, das unter der Woche neben Kaffee, Kuchen & Co. auch Mittagessen zu absolut leistbaren Preisen anbietet und (nicht nur von Studierenden) gern frequentiert wird.
Es ist 10.30 Uhr Vormittag und es duftet in den Gängen des AAI schon verlockend nach feinen Gewürzen. Ich gehe in die Küche und lerne den Betreiber des Cafés kennen, Mido Moursi, der gerade frische Salate putzt, garniert mit lauter Popmusik.
Mido, gebürtiger Ägypter, lebt seit fünfeinhalb Jahren in Österreich, „Graz ist eine schöne Stadt“, gibt er sich zufrieden, „alle meine Freunde sind hier“. Seit etwa einem Jahr betreibt er das „Café Global“ im AAI. Für seine Multikulti-Ball-Speisekarte müsse er noch „a bisserl“ (perfekt Steirisch mit ägyptischem Akzent) überlegen. Er nennt ein paar Gerichte, die allesamt schön klingende Namen mit abgerundeten Silben haben. „Vielleicht mache ich Kamonia“, verrät er mir. Zuerst muss er mir den Namen buchstabieren, bevor er mir erklärt, woraus das Gericht gemacht wird: verschiedene Fleischsorten, Zwiebel, Knoblauch usw. in einer feinen Tomatensauce.
Wir fachsimpeln auch über die ägyptische Küche (ich tue nur so als ob – eigentlich habe ich überhaupt keine Ahnung). Für Mido liege das Geheimnis der ägyptischen Küche in deren verschiedenen, vielfältigen Gewürzen. Die ägyptische Küche sei „normalerweise schon scharf“, zwinkert er, „aber ich koche nicht zu scharf. Wegen der Leute hier in Österreich.“
Wir kommen auch auf Couscous, eines meiner Lieblingsspeisen, zu sprechen. Voller Stolz erzählt mir Mido, dass er sein Couscous nach spezieller Art und mit viel Liebe zubereitet. Sozusagen „hausgemacht“. Einmal pro Woche steht Couscous auf dem Speiseplan, der auf der facebook-Seite des Café Global zu finden ist.
Also, möchte jemand mit mir nächste Woche Couscous essen gehen?
Text: Chia-Tyan Yang
Foto: Thomas Raggam




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